Aktuelle Hinweise

Heft 21 der  M A U S  ist verschickt

Nach längerer Pause ist ein neues Heft der MAUS fertiggestellt. Es wurde im Oktober 2020 an die Mitglieder ausgeliefert.

Es enthält Erinnerungen an Fritz Dieterlen, einen Bericht über Spurentunnel, über das von der AGWS geförderte Projekt “Untersuchungseinrichtung für Bilche in freier Wildbahn”, Hinweise zum Füttern von Eichhörnchen und ein Gesamtinhaltsverzeichnis (mit Registern) für die Hefte 1 bis 20.


Ausschreibung der AGWS – Projektförderung 2018

Die ArbeitsGruppe Wildlebende Säugetiere Baden-Württemberg e. V. (AGWS, http://www.agws-bw.de) fördert Studien und Projekte, die sich mit wildlebenden Säugetieren in Baden-Württemberg befassen oder deren Schutz zugutekommen. Dazu schreibt die AGWS für das Jahr 2018 eine finanzielle Unterstützung von maximal 500,00 EUR aus.
Als Bewerbung wird eine schriftliche Projektbeschreibung erwartet, aus der das Thema und die Ziele hervorgehen, die persönliche Eignung für das geplante Vorhaben und die Verwendung der beantragten Mittel sind kurz zu umreißen. Entscheidende Kriterien für die Vergabe der Fördermittel sind Güte und Durchführbarkeit der eingereichten Projektidee. Das Vorhaben ist im Jahr 2018 umzusetzen.
Über die Vergabe entscheidet der Vorstand der AGWS kurzfristig nach Sichtung der eingegangenen Anträge. Über das geförderte Projekt soll nach Abschluss im Mitteilungsblatt der AGWS, der „MAUS“ (Mitteilungen aus unserer Säugetierwelt), berichtet werden.
Bewerbungen sind bis zum 30. März 2018 per Email einzureichen bei der Vorsitzenden der AGWS (Joanna.Fietz@uni-hohenheim.de).


AGWS-Preis 2017 wurde vergeben

Der Preis der AGWS zur Förderung von Projekten, die dem Schutz von wildlebenden Säugetieren in Baden-Württemberg zugute kommen, wurde im Jahr 2017 erstmalig vergeben, und zwar an Prof. Dr. Thomas Haalboom und sein Team von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe für das Projekt: „Aufbau einer Untersuchungseinrichtung für Bilche in freier Wildbahn und Erhebung von Felddaten durch Sammlung von Urinproben“.

Alter Prototyp der “Glis Glis Monitoring Unit” (GGMU)

Im Rahmen des Projekts wurde eine bereits bestehende Monitoring-Einheit überarbeitet, mit der es möglich ist, unterschiedliche Kleinsäugerarten mit geringem Aufwand und wenig invasiv nachzuweisen. Ein Ziel war, Proben zur Analyse physiologischer Parameter, zum Beispiel Urin für die Analyse von Stresshormonen unter Freilandbedingungen, zu gewinnen. Damit kann das Gerät beispielsweise beim Nachweis und bei der Planung künftiger Schutzstrategien der streng geschützten Haselmaus (Muscardinus avellanarius) eingesetzt werden.
Außerdem wurde Wert darauf gelegt, auf ausgefallene Komponenten für eine solche Überwachungseinheitzu verzichten und die Kosten möglichst gering zu halten. Bei ersten Feldversuchen ergab sich, dass die GGMU tatsächlich von Bilchen aufgesucht wird.

(24.07.2017(04.01.2018 – J. Fietz / ThR)

Neuer Prototyp der GGMU mit einem verzweigten Kunststoffgrundrohr im Geländeeinsatz an einem Baum hängend

Fritz Dieterlen (12.04.1929 – 17.01.2017)

Im Alter von 87 Jahren ist unser Gründungsmitglied Dr. Fritz Dieterlen verstorben. Nach Forschungsarbeiten in Savannen und Regenwäldern in Ost- und Zentralafrika arbeitete er von 1967 bis 1969 als Kurator für Säugetiere am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn. Ab 1. Oktober 1969 war er als Mammaloge und Konservator für die Säugetier-Sammlung des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart zuständig. Noch nach seiner Pensionierung im Jahr 1994 hat er die Sammlung jahrelang ehrenamtlich betreut und zudem in seinem Ruhestand als Herausgeber – zusammen mit Monika Braun vom Karlsruher Naturkundemuseum – das 1990 begonnene Grundlagenwerk „Die Säugetiere Baden-Württembergs“ zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht: die beiden Bände sind 2003 und 2005 erschienen.

Als Vorstandsmitglied hat er von 1991 bis 2001 die Arbeitsgruppe Wildlebende Säugetiere Baden-Württemberg (AGWS) geprägt und uns auch später noch mit Rat und Tat unterstützt. In Nr. 21 der „MAUS – Mitteilungen aus unserer Säugetierwelt“ werden wir Fritz Dieterlen und sein Lebenswerk ausführlich würdigen.

Fritz Dieterlen bei einer Mitgliederversammlung der AGWS im „Museum am Löwentor“, Stuttgart (Foto: Th. Rathgeber – 23.02.2006)